Ananas essen in der Schwangerschaft: Ist das eine gute Idee?

Für verschiedene Menschen bedeutet eine Schwangerschaft unterschiedliche Dinge. In einem Punkt sind sich die meisten jedoch wahrscheinlich einig: In dieser Zeit muss man besonders darauf achten, was man isst. Eine schwangere Person muss sich und ihr heranwachsendes Kind mit allen notwendigen Nährstoffen und Vitaminen versorgen.

Schwangerschaft kann ein Weg voller Entdeckungen sein, besonders wenn es darum geht, die Ernährung gründlich zu planen. Aber mit vielen neuen Dingen, die es auszuprobieren und zu lernen gilt, kann sie auch einige Einschränkungen mit sich bringen. Einige davon sind ganz offensichtlich (wie z. B. der Verzicht auf Alkohol), andere hingegen könnten etwas umstritten sein.

Mütterliche Stimmung

Zum Beispiel haben viele Menschen gehört, dass der Verzehr einer Ananas während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt oder frühe Wehen auslösen kann. Auch wenn es sich bei dieser Information nicht um eine wissenschaftliche Tatsache handelt, könnte sie Sie dennoch beunruhigen.

Bevor Sie beschließen, 9 Monate lang auf die Ananas zu verzichten, sollten Sie sich fragen: Hat diese Frucht einige verborgene Geheimnisse, die es zu enthüllen gilt? Kann man Ananas in der Schwangerschaft bedenkenlos essen?

Kann Ananas eine Fehlgeburt verursachen?

Wenn Sie einige Zeit in Foren für schwangere Frauen verbracht haben, haben Sie diese Frage wahrscheinlich mindestens ein paar Mal gestellt bekommen. Der Mythos besagt, dass der Verzehr von Ananas in der Frühschwangerschaft zu so schrecklichen Folgen wie einer Fehlgeburt führen kann. Obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Beweise gibt, bringen manche diese mögliche Folge mit dem Bromelain in Verbindung.

Bromelain ist ein Enzym, das in Ananas vorkommt. Es ist dafür bekannt, Proteine im Körper aufzuspalten. Ein Zuviel dieses Elements kann in der Tat zu unangenehmen Folgen wie abnormalen Blutungen führen, aber die Wahrscheinlichkeit, es in so großen Mengen zu konsumieren, ist eigentlich sehr gering.

Bromelain findet sich normalerweise im Stiel und im Saft der berüchtigten Frucht, während im Fruchtfleisch nur sehr wenig davon vorhanden ist. Einfach ausgedrückt: Bromelain-Kapseln und -Tabletten (mit hoher Konzentration des Enzyms) sind vielleicht nicht die beste Wahl, aber eine Portion Ananas kann nicht schaden. Sie enthält einfach nicht so viel Bromelain, dass es einen nennenswerten Einfluss auf die Gesundheit einer schwangeren Person hätte.

Wenn Sie immer noch Bedenken haben – lassen Sie die frischen Früchte zugunsten von Konserven weg. Aufgrund der Besonderheiten des Konservierungsprozesses verschwindet der größte Teil des Bromelains aus der Frucht, was bedeutet, dass Ihre Proteine sicher sind.

Gibt es noch Risiken?

Obwohl es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Verzehr von ein wenig Ananas Ihre Schwangerschaft beeinträchtigt, kann der Verzehr von zu viel Ananas dennoch zu einigen unangenehmen Folgen führen.

Wenn Sie von Natur aus allergisch sind, sollten Sie auf den Verzehr von zu viel Ananas verzichten – in großen Mengen kann diese Frucht zu unerwünschten Reaktionen führen, vor allem, wenn Ihr Organismus ohnehin schon empfindlich genug ist.

Auch für Menschen mit empfindlichem Magen gibt es ein Warnzeichen – wir alle kennen dieses komische zwickende Gefühl im Mund, das auftritt, wenn man zu viele Ananasstücke auf einmal isst. Diese Frucht enthält nicht nur Bromelain, sondern auch Säuren, die dieses besondere Gefühl verursachen. Bei übermäßigem Verzehr kann es auch zu Reflux oder Juckreiz kommen.

Diese Auswirkungen sind für niemanden angenehm, aber schwangere Menschen müssen besonders vorsichtig sein, wenn es um potenziell gefährliche Lebensmittel geht. Während dieser Zeit sollten Sie auf jeden Fall auf Ananas verzichten, wenn Sie jemals allergisch darauf reagiert haben, oder sie nicht übermäßig essen, wenn Sie einen empfindlichen Magen haben.

Ansonsten ist eine Portion dieser Frucht von Zeit zu Zeit sowohl für Sie als auch für Ihr wachsendes Baby sicher. Solange Sie nicht vorhaben, während der Schwangerschaft eine ganze Gallone frischen Ananassaft zu trinken, können Sie sich ruhig etwas gönnen.

Warum essen?

reife Früchte

Abgesehen von den vielen Mythen und potenziellen Gefahren, die sich in diesem gelben Trickbetrüger verbergen, kann er tatsächlich eine gesunde Ergänzung zu Ihrer normalen Ernährung sein. Ja, trotz der früheren Warnungen kann der Verzehr von ein wenig Ananas tatsächlich gut für Ihre Schwangerschaft sein!

Mäßige Portionen Ananas in Ihrer Ernährung können Ihr heranwachsendes Kind mit einigen wichtigen Nährstoffen versorgen, die es für sein Wachstum und seine Entwicklung braucht. Diese Frucht ist reich an Vitamin C (wichtig für das Wachstum von Knochen und Knorpeln), und schon eine Tasse davon deckt den Tagesbedarf.

Anstatt sie einfach zu essen, sei es frisch oder aus der Dose, versuchen Sie zu experimentieren. Geben Sie ein Stückchen Ananas in einen Obstsalat oder machen Sie einen Smoothie. Kombinieren Sie sie mit würzigen Speisen, Soßen oder in einem Sandwich.

Zusammenfassung

Wenn Sie nur das Wesentliche wissen wollen, hier die kurze Zusammenfassung des Artikels: Ist Ananas während der Schwangerschaft sicher? Ja, in den meisten Fällen schon.

Wenn Sie diese Frucht in Maßen essen, ist es unwahrscheinlich, dass sie eine Fehlgeburt oder vorzeitige Wehen verursacht. Sie können von Zeit zu Zeit normale Portionen davon genießen, sei es eine Ananas aus der Dose, eine frische oder ein Glas Saft.

Obgleich diese Frucht einige potenziell gefährliche Elemente enthält, ist die Konzentration dieser Elemente in ihrem Fruchtfleisch zu gering, um Ihnen zu schaden, wenn Sie die Frucht von Zeit zu Zeit in angemessenen Mengen genießen.

Wenn Sie dennoch Bedenken haben, diese Frucht in der Schwangerschaft in Ihren Speiseplan aufzunehmen oder beizubehalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und bitten Sie ihn um weitere Informationen zur Planung eines gründlichen Ernährungsplans.